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Die orientalische Tänzerin Laila El-Jarad und Murah Soares haben eine exotische Kombination aus afro-brasilianischem und orientalischem Tanz kreiert. Durch ihre unterschiedliche tänzerische Herkunft bedingt war ihre erste Zusammenarbeit anfangs ein Experiment, das jedoch sofort Begeisterung auslöste. Daraus entwickelten Murah Soares und Laila El-Jarad das Projekt "Laila Saida", in dem klassische und moderne orientalische Choreographien mit Techniken aus dem afro-brasilianischen Stil verknüpft werden.
So entstand eine afro-orientalische Show, eine Begegnung in der sich Linien treffen, sich überschneiden und wieder brechen. Die Bilder, die dabei aufgebaut werden, werden von den Tänzern gemeinsam erzeugt, um sie dann wieder aufzulösen. Das Zusammentreffen zwischen dem kraftvollen afro-brasilianischen Tanz und dem anmutigen orientalischen Tanz wird zu einem Spiel der Gegensätze und Gemeinsamkeiten.
Lua/Sol - Die Begegnung (2001)
Im Frühjahr 2001 wurde dieses erste Tanzstück im Saalbau Neukölln, Berlin, uraufgeführt. Inspiriert wurden Murah Soares und Laila El-Jarad dazu durch Tanzfotos aus den zwanziger Jahren, in denen viele Künstler fasziniert waren vom Thema Orient. Der traditionelle orientalische Tanz wurde mit neuen, ausdrucksvollen Bewegungselementen versetzt und zu einer eleganten Bühnenform weiterentwickelt. Das Stück präsentierte so eine geheimnisvolle Illusion des Orients in ungewöhnlichen Tanzfiguren.
Musikalisch wurden Murah Soares und Laila El-Jarad von der ägyptischen Gruppe "Al Pharaena" mit Saxophon, Kanoun, Akkordeon und Trommeln begleitet.
Al Quantara - Die Brücke (2003)
Fünf Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturen, unterschiedlicher künstlerischer Herkunft, unterschiedlicher Sprachen und Meinungen - allen gemeinsam der Wunsch und die Neugier, sich dennoch zu begegnen: "den Horizont erweitern - oder auch nicht - vielleicht gemeinsam ein Stück - und dann wieder zurück - vielleicht weiter nach vorn mit geöffnetem Blick"
Al Qantara = Brücke (arab.), al cantarás = werde singen (span.)
Neben Murah und Laila El-Jarad als Tänzern wirkten die israelische Sängerin Zoe, der Flamenco-Gitarrist Rafa El Tachuela und der deutsch-palästinensische Perkussionist Khader Ahmad an diesem musikalischen Tanzstück mit.
Sobre O Mar - Über's Meer (2004)
Iemanjá...
Göttin der Meere und große Mutter - Sie ist die Vereinigung, Schönheit, Reichtum, Tiefe und Untergang - und letztlich die Geliebte aller Seemänner, die nicht mehr heimkehren.
Im Mittelpunkt dieses Tanzstückes steht das Meer, als verbindender und trennender Raum zwischen den Kontinenten, als faszinierendes Element in allen Kulturen.
Tres - Unter Göttern (2006)
Dieses Tanzstück erzählt von der Beziehung zwischen dem Kriegsgott Xangó, seiner Frau Oxum und seiner Geliebten Iansan, dem Wind.
Die afro-brasilianischen Orixás sind Naturgötter - mystisch, mythische Vorfahren, die Elementarkräfte wie Feuer, Wasser, Wind und Donner besitzen.
Der Bezug von ursprünglichen Kräften zu unserer heutigen Lebensweise mag in den westlichen Gesellschaften oft verloren gegangen sein, aber die Beziehungen und Gefühle von Menschen zu ihren Vorbildern sind zeitlos und haben überall dieselbe Wurzel. "Tres" knüpft mit getanzten Bildern daran an.
Murah, Laila und Sylka Rubina tanzen die Orixás und werden
musikalisch begleitet von den Musikern Wolfram
Blechner, Till Bommer und Gerd Anklam. Das Lichtdesign ist von und Ralf Frank.
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